Nabonidus 28
| Obverse | ||
| Column i | ||
| i 1i 1 | (i 1) Ich bin Nabonid, der große König, der starke König, König der Welt, König von Babylon, König der vier Weltgegenden, Versorger von Esagil und Ezida, dem die Götter Sîn und Ningal (noch) im Leib seiner Mutter das Königtum als seine Bestimmung festlegten, der Sohn des Nabû-balāssu-iqbi, des weisen Fürsten, der die großen Götter fürchtet – das bin ich. | |
| i 22 | LUGAL kiš-šá-ti LUGAL TIN.TIR.KI LUGAL kib-ra-a-ti er-bet-ti1 | |
| i 33 | ||
| i 44 | ||
| i 55 | ||
| i 66 | DUMU mdAG-TIN-su-iq-bi NUN e-em-qu pa-li-iḫ DINGIR GAL.GAL a-na-ku2 | |
| i 77 | (i 7) Eḫulḫul, der Tempel des Gottes Sîn, der inmitten von Ḫarrān (liegt), worin seit ferner Zeit der Gott Sîn, der große Herr, die Wohnung seiner Herzensfreude genommen hat – gegen diese Stadt und diesen Tempel wurde sein Herz zornig und er ließ die Umman-manda-Horde (Meder) aufstehen und sie zerstörte diesen Tempel und machte ihn zu einer Ruine. | |
| i 88 | ||
| i 99 | ||
| i 1010 | ||
| i 1111 | ||
| i 1212 | (i 12b) In meiner rechtmäßigen Regierungszeit wurde der Gott Sîn, der große Herr, aus Liebe zu meinem Königtum gegen diese Stadt und diesen Tempel (wieder) freundlich (und) hatte Erbarmen. Zu Beginn meines ewigen Königtums ließ er mich einen Traum sehen: Der Gott Marduk, der große Herr, und der Gott Sîn, Leuchte des Himmels und der Erde, standen beide dort und Marduk sprach mit mir: „Nabonid, König von Babylon, mit deinen (eigenen) Wagenpferden bringe Ziegel herbei, erbaue Eḫulḫul und lasse den Gott Sîn, den großen Herrn, darin seine Wohnung nehmen.“ | |
| i 1313 | ||
| i 1414 | ||
| i 1515 | i-na re-eš LUGAL-ú-ti-ia da-rí-ti ú-šab-ru-ʾi-in-ni šu-ut-ti | |
| i 1616 | ||
| i 1717 | ||
| i 1818 | ||
| i 1919 | ||
| i 2020 | ||
| i 2121 | (i 21) Furchtsam sprach ich zum Enlil der Götter, dem Gott Marduk: „Dieser Temple, den zu bauen du befiehlst – die Umman-manda-Horde (Meder) umzingelt ihn und seine Stärke ist sehr groß.“ Doch der Gott Marduk sprach mit mir: „Die Umman-manda-Horde, von er du sprichst – es wird sie, ihr Land oder Könige, die ihr zur Seite gehen (in Zukunft) nicht mehr geben.“ | |
| i 2222 | ||
| i 2323 | ||
| i 2424 | ||
| i 2525 | ||
| i 2626 | (i 26) Als (mein) drittes Jahr nahte, ließen sie Kyros (II.) sich erheben, den König von Anšan, seinen geringen Diener. Mit seinen wenigen Truppen verstreute er die umfangreiche Umman-manda-Horde. Astyages, den König der Umman-manda-Horde, ergriff er und nahm ihn in Fesseln mit in sein Land. | |
| i 2727 | ú-šat-bu-niš-šum-ma mku-ra-áš LUGAL KUR.an-za-an ARAD-su ṣa-aḫ-ri | |
| i 2828 | i-na um-ma-ni-šu i-ṣu-tu LÚ.ERIM-man-da rap-šá-a-ti ú-sap-pi-iḫ6 | |
| i 2929 | miš-tu-me-gu LUGAL LÚ.ERIM-man-da iṣ-bat-ma ka-mu-ut-su a-na KUR-šu il-qé | |
| i 3030 | a-mat dEN GAL-ú dAMAR.UTU ù dEN.ZU na-an-na-ri AN-e ù KI-tim | (i 30) Das Wort des großen göttlichen Herrn, des Gottes Marduk, und des Gottes Sîn, Leuchte des Himmels und der Erde, deren Befehl unabänderlich ist — auf ihren erhabenen Befehl (hin) wurde ich furchtsam, war besorgt und bekam Angst, und mein Gesicht war sehr besorgt. |
| i 3131 | ||
| i 3232 | ||
| i 3333 | (i 33) Ich wurde nicht faul, nicht nachlässig, ließ den Arm nicht ruhen, sondern ließ meine umfangreichen Truppen aufstehen, von Gaza an der Grenze zu Ägypten, vom oberen Meer am anderen Ufer des Euphrat bis zum unteren Meer, Könige, Fürsten, Statthalter und meine umfangreichen Truppen, welche die Gottheiten Sîn, Šamaš und Ištar, meine Herren, mir anvertraut haben, zur (Wieder-)Errichtung des Eḫulḫul, Tempel des Gottes Sîn, meines Herrn, der an meiner Seite geht, inmitten von Harrān (gelegen), den Assurbanipal, König von Assyrien, der Sohn des Asarhaddon, König von Assyrien, ein Fürst vor mir, gebaut hat. | |
| i 3434 | um-ma-ni-ia rap-šá-a-ti ul-tu KUR.ḫa-az-za-ti pa-aṭ KUR.mi-ṣir | |
| i 3535 | tam-tim e-li-ti a-bar-ti ÍD.BURANUN.KI a-di tam-tim šap-li-ti | |
| i 3636 | ||
| i 3737 | ||
| i 3838 | ||
| i 3939 | ša qé-reb URU.ḫar-ra-nu šá mAN.ŠÁR-ba-an-IBILA LUGAL KUR-aš-šur.KI | |
| i 4040 | DUMU mAN.ŠÁR-ŠEŠ-MU LUGAL KUR-aš-šur.KI NUN a-lik maḫ-ri-ia i-pú-šu | |
| i 4141 | i-na ITI šá-al-mu i-na u₄-mu še-mi-i šá i-na bi-ri ú-ad-du-ni dUTU ù dIŠKUR | (i 41) In einem vorteilhaften Monat, an einem günstigen Tag, welchen die Götter Šamaš und Adad mir durch Opferschau aufzeigten, mit der Weisheit der Götter Ea und Asalluhi, mit der Kunst des Beschwörungspriesters (und) mit der Handwerkskunst des Gottes Kulla, des Herrn der Grundmauern und des Ziegelwerks, legte ich mit Silber, Gold, kostbaren, ausgewählten Steinen, wohlriechenden Holzstücken des Waldes (und) Zedernöl in Freude und Jubel über der Gründung des Assurbanipal, König von Assyrien, der die Gründung des Salmanassar (III.), des Sohnes des Assurnaṣirpal (II.), gesehen hatte, die Grundmauern und machte sein Ziegelwerk dauerhaft. |
| i 4242 | ||
| i 4343 | ||
| Column ii | ||
| ii 1ii 1 | i-na KÙ.BABBAR KÙ.GI NA₄ ni-siq-ti šu-qu-ru-tu ḫi-biš-ti GIŠ.TIR | |
| ii 22 | ||
| ii 33 | ||
| ii 44 | ša te-me-en-na mšul-man-SAG.KAL DUMU mAN.ŠÁR-na-ṣir-IBILA i-mu-ru | |
| ii 55 | uš-šu-šu ad-di-ma ú-kin lib-na-at-su i-na KAŠ GEŠTIN Ì.GIŠ LÀL8 | (ii 5b) Mit Bier, Wein, Öl (und) Honig schlug ich seinen Wandverputz und mischte (es mit dem Material) der Böschung der Baugrube. Mehr als die Könige, meine Väter, festigte ich sein Werk und machte seine Ausführung kunstvoll, ich erbaute diesen Tempel von seinen Grundmauern bis zu seinen Zinnen neu und vollendete sein Werk. |
| ii 66 | ||
| ii 77 | ||
| ii 88 | ||
| ii 99 | ||
| ii 1010 | (ii 10) Hohe Zedernstämme, Produkte des Amanusgebirges, ließ ich darüber (als Dach) ausbreiten. Türen aus Zedernholz, deren Duft angenehm ist, brachte ich an seinen Toren an, mit Silber und Gold überzog ich seine Wände und ließ (sie) strahlen wie die Sonne. | |
| ii 1111 | ||
| ii 1212 | ||
| ii 1313 | KÙ.BABBAR ù KÙ.GI É.GAR₈.MEŠ-šu ú-šal-biš-ma ú-šá-an-bi-iṭ šá-áš-šá-ni-iš | |
| ii 1414 | (ii 14) Einen Wildstier aus reiner Silberlegierung, der meine Feinde aufspießt, ließ ich, sich aufbäumend, in seiner Cella stehen. Zwei lahmu-Figuren aus ešmarû-Silber, die meine Feinde niederwerfen, stellte ich rechts und links im Tor des Sonnenaufgangs fest auf. | |
| ii 1515 | ||
| ii 1616 | ||
| ii 1717 | ||
| ii 1818 | (ii 18) Die Hand der Gottheiten Sîn, Ningal, Nusku und Saradnunna, meiner Herrn, ergriff ich, (um sie) aus Šuanna (Babylon), der Stadt meines Königtums (herauszuführen), und unter Freude und Jubel ließ ich (sie) in seinem Inneren einen Wohnsitz der Herzensfreude nehmen. | |
| ii 1919 | ||
| ii 2020 | ||
| ii 2121 | ||
| ii 2222 | (ii 22) Ein reines Opfer der Verherrlichung brachte ich vor ihnen dar und übergab mein Geschenk. Eḫulḫul erfüllte ich mit Jubel und ließ den Glanz von Ḫarrān bis an seine äußersten Grenzen strahlen wie das helle Licht des Mondes. | |
| ii 2323 | ||
| ii 2424 | ||
| ii 2525 | ||
| ii 2626 | (ii 26) O Sîn, König der Götter des Himmels und der Erde, ohne den Stadt und Land weder aufgegeben noch wiederhergestellt werden, möge bei Deinem Eintritt in Eḫulḫul, den Temple (und) Wohnsitz deines Begehrens, Segen für diese Stadt und diesen Tempel auf deine Lippen gelegt sein. | |
| ii 2727 | ||
| ii 2828 | ||
| ii 2929 | ||
| ii 3030 | (ii 30) Mögen die Götter, die Himmel und Erde bewohnen, beständig das Haus des Gottes Sîn segnen, des Vaters, ihres Schöpfers. | |
| ii 3131 | ||
| ii 3232 | (ii 32) Mich, Nabonid, König von Babylon, der diesen Tempel vollendet hat, möge Sîn, der König der Götter des Himmels und der Erde, mit dem Heben seines gütigen Blickes glücklich ansehen und monatlich bei (seinem) Auf- und Untergang meine Vorzeichen günstig machen. Meine Tage möge er lang, meine Jahre zahlreich, meine Herrschaft dauerhaft machen. Meine Feinde soll er überwältigen, meine Gegner schlagen, meine Widersacher niederwalzen. | |
| ii 3333 | dEN.ZU LUGAL DINGIR.MEŠ šá AN-e ù KI-tim i-na ni-iš i-ni-šú SIG₅.MEŠ | |
| ii 3434 | ḫa-di-iš lip-pal-sa-an-ni-ma ár-ḫi-šam-ma i-na ni-ip-ḫi ù ri-ba | |
| ii 3535 | ||
| ii 3636 | ||
| ii 3737 | ||
| ii 3838 | (ii 38b) Möge die Göttin Ningal, Mutter der großen Götter, vor dem Gott Sîn, den sie liebt, Gutes (für mich) äußern. | |
| ii 3939 | ||
| ii 4040 | (ii 40) Die Götter Šamaš und Ištar, Sprösslinge seines hellen Leibes, mögen Sîn, dem Vater, ihrem Schöpfer, Gutes (über mich) sagen. Der Gott Nusku, der erhabene Wesir, möge meine Gebete erhören und (für mich) Fürsprache einlegen. | |
| ii 4141 | ||
| ii 4242 | ||
| ii 4343 | (ii 43b) Eine Inschrift mit dem Namen des Assurbanipal, König von Assyrien, habe ich gefunden und (ich habe sie) nicht verändert, (sondern) mit Öl gesalbt, ein Opfer bereitet (und sie) zusammen mit meiner (eigenen) Inschrift platziert und an ihren Platz zurückgelegt. | |
| ii 4444 | ||
| ii 4545 | ||
| ii 4646 | ||
| ii 4747 | (ii 47) Für den Gott Šamaš, den Richter des Himmels und der Erde: Ebabbar, seinen Tempel inmitten von Sippar, den Nebukadnezar (II.), ein König vor mir, errichtete und dessen ursprüngliche Gründung er gesucht, aber nicht gefunden hat, diesen Tempel hat er (dennoch) gebaut, (woraufhin) nach 45 Jahren die Mauern dieses Tempels einstürzten. | |
| ii 4848 | ||
| ii 4949 | ||
| ii 5050 | ||
| ii 5151 | ||
| ii 5252 | (ii 52b) Ich war besorgt, fürchtete mich, bekam Angst und mein Gesicht war tief besorgt bis ich den Gott Šamaš aus seinem Inneren hinausbrachte und in einem anderen Tempel wohnen ließ. | |
| ii 5353 | ||
| ii 5454 | ||
| ii 5555 | (ii 55b) Diesen Tempel entfernte ich und suchte die originalen Fundamente, ich grub 18 Ellen tief in die Erde, und die Gründung des Narām-Sîn, Sohn des Sargon, die seit 3200 Jahren kein König vor mir gesehen hatte – der Gott Šamaš, der große Herr, zeigte mir (das ursprüngliche) Ebabbar, den Tempel, Wohnsitz seiner Herzensfreude. | |
| ii 5656 | ||
| ii 5757 | ||
| ii 5858 | ša 3 LIM 2 ME MU.AN.NA.MEŠ ma-na-ma LUGAL a-lik maḫ-ri-ia la i-mu-ru | |
| ii 5959 | ||
| ii 6060 | ú-kal-lim-an-ni ia-a-ši i-na ITI.DU₆ i-na ITI šal-mu i-na UD ŠE.GA12 | (ii 60b) Im Monat Tašrītu (VII), in einem vorteilhaften Monat, an einem günstigen Tag, den die Götter Šamaš und Adad (mich) durch Opferschau wissen ließen, habe ich mit Silber, Gold, kostbaren, ausgewählten Steinen, wohlriechenden Holzstücken des Waldes (und) Zedernöl in Freude und Jubel über der Gründung des Narām-Sîn, Sohn des Sargon, nicht einen Fingerbreit nach innen, nicht einen Fingerbreit nach außen (abweichend), sein Ziegelwerk dauerhaft gemacht. |
| ii 6161 | ||
| ii 6262 | i-na KÙ.BABBAR KÙ.GI NA₄ ni-siq-ti šu-qu-ru-tu ḫi-biš-ti GIŠ.TIR | |
| ii 6363 | ||
| ii 6464 | ||
| ii 6565 | ||
| Column iii | ||
| iii 1iii 1 | (iii 1) 5000 hohe Zedernstämme breitete ich als sein Dach aus. Herrliche Türen aus Zedern, Türschwellen und Türbeschläge brachte ich in seinen Toren an. | |
| iii 22 | ||
| iii 33 | ||
| iii 44 | (iii 4) Ebabbar zusammen mit Ekunankuga, seiner Ziqqurrat, errichtete ich neu und vollendetet sein Werk. Die Hand des Gottes Šamaš, meines Herrn, ergriff ich und ließ (ihn) unter Freude und Jubel den Wohnsitz (seiner) Herzensfreude in seinem Inneren einnehmen. | |
| iii 55 | ||
| iii 66 | ||
| iii 77 | ||
| iii 88 | ši-ṭi-ir šu-um šá mna-ra-am-d30 DUMU mLUGAL-GI.NA a-mu-ur-ma | (iii 8) Eine Inschrift mit dem Namen des Narām-Sîn, Sohn des Sargon, habe ich gesehen und (sie) nicht verändert. Mit Öl salbte ich (sie), bereitete (ihr) ein Opfer, legte sie zusammen mit meiner (eigenen) Inschrift nieder und brachte sie an ihren Platz zurück. |
| iii 99 | ||
| iii 1010 | ||
| iii 1111 | (iii 11) O Šamaš, großer Herr des Himmels und der Erde, Licht der Götter, seiner Väter, Sprössling des Gottes Sîn und der Göttin Ningal, wenn du in Ebabbar, deinem geliebten Tempel, einziehst, wenn du auf deinem ewigen Thronpodest Platz nimmst — mich, Nabonid, den König von Babylon, den Fürsten, deinen Versorger, der dein Herz erfreut, den Erbauer deiner erhabenen Cella, meine guten Taten blicke freudig an und mache täglich beim Auf- und Untergehen, im Himmel und auf der Erde meine Vorzeichen günstig! Mein Flehen nimm an und meine Bitte erhöre! Mit Zepter und wahrem Hirtenstab, die du in meine Hände gegeben hast, möge ich herrschen für die Dauer der Ewigkeit. | |
| iii 1212 | ||
| iii 1313 | ||
| iii 1414 | ||
| iii 1515 | ||
| iii 1616 | ||
| iii 1717 | ||
| iii 1818 | ||
| iii 1919 | ||
| iii 2020 | ||
| iii 2121 | ||
| iii 2222 | (iii 22) Für die Göttin Anunītum, die Herrin der Schlacht, die Bogen und Köcher trägt, die zuverlässig den Befehl des Gottes Enlil, ihres Vaters, ausführt, die den Feind niederwirft (und) die Bösen vernichtet, die den Göttern vorangeht, die bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang meine Vorzeichen günstig macht — | |
| iii 2323 | ||
| iii 2424 | ||
| iii 2525 | ||
| iii 2626 | ||
| iii 2727 | é-ul-maš É-su šá i-na ZIMBIR.KI-da-nu-ni-tum šá 8 ME MU.AN.NA.MEŠ | (iii 27) Das Eulmaš, ihren (wörtl.: seinen) Tempel in Sippar-Anunītum, den seit 800 Jahren, seit der Zeit des Šagarakti-Šuriaš, des Königs von Babylon, Sohn des Kudur-Enlil, kein König gebaut hat – seine ursprüngliche Gründung grub ich aus und überprüfte und inspizierte (sie) und auf der Gründung des Šagarakti-Šuriaš, des Sohnes von Kudur-Enlil, legte ich die Fundamente und machte sein Ziegelwerk fest. Diesen Tempel erbaute ich neu und vollendete das Werk. |
| iii 2828 | ||
| iii 2929 | ||
| iii 3030 | ||
| iii 3131 | e-li te-me-en-na mšà-ga-rak-ti-šur*-ia-áš DUMU mNÍG.GUB-dEN.LÍL | |
| iii 3232 | ||
| iii 3333 | ||
| iii 3434 | (iii 34) Die Göttin Anunītum, Herrin der Schlacht, die zuverlässig den Befehl des Gottes Enlil, ihres Vaters, ausführt, die den Feind niederwirft (und) die Bösen vernichtet, die den Götter vorangeht, ließ ich darin ihren Wohnsitz nehmen. Die täglichen Opfer und die Speiseopfer, über die (in) der Vergangenheit hinaus (üblichen), vermehrte ich und setzte sie vor ihr (wörtl.: ihn) ein. | |
| iii 3535 | ||
| iii 3636 | ||
| iii 3737 | ||
| iii 3838 | (iii 38b) O Anunītum, große Herrin, wenn du glücklich in diesen Tempel einziehst, blicke freudig auf meine guten Taten und bringe monatlich bei Sonnenaufgang und bei Sonnenuntergang vor Sîn, dem Vater, der dich gezeugt hat, Gutes (für mich) vor. | |
| iii 3939 | ||
| iii 4040 | ||
| iii 4141 | ||
| iii 4242 | ||
| iii 4343 | (iii 43) Wer auch immer du seiest, den dich die Götter Sîn und Šamaš zum Königtum berufen und in dessen Regierungszeit dieser Tempel baufällig wird und der (ihn) neu bauen wird, möge (er) die Inschrift mit meinem Namen sehen und nicht verändern. Mit Öl möge er sie salben, (ihr) ein Opfer darbringen (und sie) mit der Inschrift mit seinem Namen niederlege und an ihren Platz zurückbringen. | |
| iii 4444 | ||
| iii 4545 | ||
| iii 4646 | ||
| iii 4747 | it-ti mu-sa-ru-ú ši-ṭir šu-mi-šú liš-kun-ma lu-ter áš-ru-uš-šu | |
| iii 4848 | (iii 48) Die Gottheiten Šamaš und Anunītum mögen sein Gebet hören, seinem Wort zustimmen, an seiner Seite gehen, seine Gegner niederwerfen, und täglich mögen sie vor dem Gott Sîn, dem Vater, ihrem Schöpfer, Gutes für ihn sagen. | |
| iii 4949 | ||
| iii 5050 | ||
| iii 5151 |
1LUGAL ra-bu-ú LUGAL dan-nu LUGAL kiš-šá-ti ... LUGAL kib-ra-a-ti er-bet-ti “great king, strong king, king of the world, ..., king of the four quarters (of the world)”: Nabonidus is the only Neo-Babylonian king who uses these Assyrian royal titles; see Schaudig, Studies Kienast pp. 476 and 489.
2The inscriptions prologue — the king’s name, titles, and filiation — is framed by a double anāku (“I”). For details on this Assyrian-style feature, see Schaudig, Inschriften Nabonids pp. 141–142.
3The plural verbal forms in these two lines (is-li-mu, ir-šu-ú, and ú-šab-ru-ʾi-in-ni) are the remnants of a revision of an earlier version of this passage. For details, see Schaudig, Inschriften Nabonids pp. 77–78 §I.7.f.
4is-li-mu “became reconciled”: Exs. 7, 20, 21, and 25 have is-si-li-mu.
5e-pe-šu “(re)building”: Exs. 16–18, 20–21, 26, and 44 have e-pé-eš₁₅-su, e-pé-eš-su, or e-pe-eš₁₅-su “its (re)building.”
6um-ma-ni-šu “his troops”: Ex. 16 has ni-ši-šu “his people.”
7na-qut-ti ar-še-e-ma “I was anxious and”: The reading of the second sign as qut, rather than kut, is preferred here and in i 52, following AHw p. 745 sub naquttu and CDA p. 241. The RINAP Project, however, prefers kut, following the CAD (K pp. 198–199 sub nakuttu), Tadmor, Tigl. III, and Borger, BIWA; see, for example, Novotny and Jeffers, RINAP 5/1 p. 252 Ashurbanipal 11 (Prism A) viii 31, and Tadmor and Yamada, RINAP 1 p. 127 Tiglath-pileser III 48 line 21´.
8KAŠ “beer”: Exs. 11–12, 19, 23, 29, and 31 have KAŠ.SAG.
9ZAG “right”: Exs. 1–2, 10–12, 14, 17–18, 23, 29, 31, and 45 have ZAG, while ex. 16 has i-mit-ti and exs. 20 and 25 have im-ni.
10šu-an-na.KI “Šuanna (Babylon)”: Exs. 16 and 17 have ba-bi-lam.KI and TIN.TIR.KI “Babylon.”
11É “the temple”: Exs. 2 and 17 have É-su “his (Šamaš’) temple.”
12ia-a-ši (dat.) “to me”: Ex. 25 has ia-a-ti (acc.) “me.” ŠE.GA (=šemê) “auspicious (lit. ‘hearing’)”: Ex. 16 has ma-ag-ru “favorable.”
13e-pu-uš-ma “I built and”: Exs. 25 and 32 have ab-ni-ma “I built and.”
14mšà-ga-rak-ti-šur*-ia-áš “Šagarakti-Šuriaš”: Most copies of this inscription write the ŠUR sign in this Kassite king’s name with the BUR sign. As already pointed out by H. Schaudig (Inschriften Nabonids p. 119) and M. Worthington (Textual Criticism p. 77), the scribes who wrote out these manuscripts likely did not know the name of the Kassite king and, therefore, did not know how to write his name and, thus, hypercorrected šur to bur. Schaudig described the issue as follows: “Der anscheinend nicht mehr verstandene kassitische Königsname Šagarakti-Šuriaš (s. Index) gibt Gelegenheit zu vielerlei Irrtümern, die sich zum Teil durch leicht zu verwechselnde Zeichen(verbindungen) erklären lassen, wie: -šur!(bur)-, -àš!(iá) oder -ga!(bi)-<rak>-. ... Die in den Textvertretern von (2.12) fast ausnahmslos durchgehende Fehlschreibung -bur- für -šur- wird auf einen Schreibfehler in der Vorlage zurückgehen, der aber von den damaligen Abschreibern nicht berichtigt wurde. Der Grund dafür wird darin liegen, daß ihnen weder der König, noch der kassitische Göttername ausreichend bekannt war. Dies ist wohl auch durch die Verwechselung des Götternamens Šuriaš mit Buriaš, der im Königsnamen Burna-Buriaš (s. Index) erscheint, begünstigt worden.”
Created by Frauke Weiershäuser and Jamie Novotny, 2015-20, for the Munich Open-access Cuneiform Corpus Initiative (MOCCI), a corpus-building initiative funded by LMU Munich, the Henkel Foundation, and the Alexander von Humboldt Foundation (through the establishment of the Alexander von Humboldt Chair for Ancient History of the Near and Middle East), and and based at the Historisches Seminar - Abteilung Alte Geschichte of Ludwig-Maximilians-Universität München. The annotated edition is released under the Creative Commons Attribution Share-Alike license 3.0. Please cite this page as http://oracc.org/ribo/Q005425/.