Nebuchadnezzar II 019
| Obverse | ||
| Column i | ||
| i 1i 1 | (i 1) Nebukadnezar (II.), der König der Gerechtigkeit, der wahre Hirte, der die Menschen führt, der sicherstellt, dass in rechter Weise für das Volk der Götter Enlil, Šamaš und Marduk gesorgt ist, der (alles) gut bedenkt und Weisheit erwirbt, der beständig das Leben sucht, der Aufmerksame, Unermüdliche, der Versorger von Esagil und Ezida, der Sohn des Nabopolassar, des Königs von Babylon, bin ich. | |
| i 22 | ||
| i 33 | ||
| i 44 | ||
| i 55 | ||
| i 66 | ||
| i 77 | ||
| i 88 | (i 8) Als der Gott Marduk, der große Herr, mich zur Herrschaft über das Land erhoben hat und mir die zahlreichen Menschen zu weiden gab, zollte ich dem Gott Marduk, dem Gott, der mich erschaffen hat, ehrfürchtig Aufmerksamkeit, ich beugte meinen Nacken zu seiner Wagenstange nieder (und) machte seine zahlreichen sattukku-Opfer und seine reinen nindabû-Opfer reichhaltiger als je zuvor. | |
| i 99 | ||
| i 1010 | ||
| i 1111 | ||
| i 1212 | ||
| i 1313 | ||
| i 1414 | ||
| i 1515 | ||
| i 1616 | (i 16) Täglich (stellte ich) einen gemästeten, erstklassigen Bullen, einen nicht kastrierten Stier, 44 gute zuluḫḫû-Schafe, zusammen (mit allem), das die Götter von Esagil und die Götter von Babylon (als Opfergabe erhalten): Fisch, Vögel, ušummu-Nager, Ei(er), das Beste aus den Marschlanden, Honig, Butterschmalz, Milch, bestes Öl, süßen kurunnu-Wein, „Bergbier“, reinsten Wein (und) Wein der Länder Izalla, Tuʾimmu, Ṣimminu, Ḫilbūnu, Arnabānu, Sūḫu, Bīt-Kubāti, und Bītāti, im Überfluß (wörtl.: zahllos) wie Flusswasser. Für die Tafel des Gottes Marduk und der Göttin Zarpanītu, meiner Herren, stellte ich (all dies) wahrlich im Überfluss bereit. | |
| i 1717 | ||
| i 1818 | qá-du-um ša DINGIR.DINGIR é-sag-íl ù DINGIR.DINGIR ba-bi-lam.KI | |
| i 1919 | ||
| i 2020 | ||
| i 2121 | ||
| i 2222 | ||
| i 2323 | ||
| i 2424 | ||
| i 2525 | ||
| i 2626 | ||
| i 2727 | ||
| i 2828 | ||
| i 2929 | (i 29) Die Cella, Wohnsitz seiner (Marduks) Herrschaft, stattete ich wahrlich mit leuchtendem Gold aus, als wäre es šallaru-Verputz. Kaḫilisu ließ ich mit Gold auskleiden und ließ (dann) den Tempel für die Göttin Zarpanītu, meine Herrin, mit erotischem Charme ausstatten. | |
| i 3030 | ||
| i 3131 | ||
| i 3232 | ||
| i 3333 | ||
| i 3434 | (i 34) In Ezida, dem Wohnsitz des Gottes Lugaldimmerankia (und) der Cella des Gottes Nabû, die sich in Esagil befindet, überzog ich die Türpfosten, die Türriegel (und) die giškanakku mit Gold und ließ den Tempel leuchten wie den (hellen) Tag. | |
| i 3535 | ||
| i 3636 | ||
| i 3737 | ||
| i 3838 | ||
| i 3939 | (i 39) Etemenanki, die Ziqqurrat von Babylon, erbaute ich (neu) mit Freude und Jubel. | |
| i 4040 | ||
| i 4141 | (i 41) (Was) Babylon (angeht), das Kultzentrum des großen Herrn, des Gottes Marduk: Ich vollendete Imgur-Enlil, seine große Mauer. An den Torpfosten ihrer großen Tore platzierte ich wütende Wildstiere aus Kupfer und rasende mušḫuššu-Drachen. | |
| i 4242 | ||
| i 4343 | ||
| i 4444 | ||
| i 4545 | ||
| i 4646 | (i 46) Ich grub ihren Wassergraben und erreichte den Grundwasserspiegel. Seine Ufermauer errichtete ich wahrlich aus Bitumen und gebrannten Ziegeln. | |
| i 4747 | ||
| i 4848 | ||
| i 4949 | (i 49) Das zāratu der Befestigung der starken Mauer, die wie ein Berg unverrückbar ist, erbaute ich aus Bitumen und gebrannten Ziegeln. | |
| i 5050 | ||
| i 5151 | ||
| Column ii | ||
| ii 1ii 1 | (ii 1) Um den Schutz von Esagil zu stärken, (damit) kein Übeltäter und Mörder Babylon nahe kommen kann, (tat ich,) was keiner der Könige vor mir je getan hat: Mit einer starken Mauer um die Außenbezirke von Babylon, am anderen, dem östlichen Ufer, habe ich Babylon umgeben. Ich grub ihren Wassergraben und errichtete seine Kaimauer aus Bitumen und gebrannten Ziegeln hoch wie einen Berg. | |
| ii 22 | ||
| ii 33 | ||
| ii 44 | ||
| ii 55 | ||
| ii 66 | ||
| ii 77 | ||
| ii 88 | ||
| ii 99 | ||
| ii 1010 | (ii 10) Um Babylon herum hob ich ausdauernd große Erdwälle auf (und) ließ sie von großem Hochwasser, einer (so) riesigen Wassermenge wie der tosenden See (Tiāmat) umgeben. Ich umgab sie wahrlich rundherum mit Marschland (und) richtete Babylon als einen Berg des Lebens für (seine) Bewohner ein. Unter den Kultzentren des Landes Sumer und Akkad machte ich seinen Namen überragend. | |
| ii 1111 | ||
| ii 1212 | ||
| ii 1313 | ||
| ii 1414 | ||
| ii 1515 | ||
| ii 1616 | ||
| ii 1717 | ||
| ii 1818 | (ii 18) Ezida, das wahre Haus in Borsippa errichtete ich neu, die Zedernbalken seines Daches überzog ich mit Gold. Mit Gold, Silber, Edelsteinen, Kupfer, musukkannu-Holz und Zeder schmückte ich seine Erscheinung. | |
| ii 1919 | ||
| ii 2020 | ||
| ii 2121 | ||
| ii 2222 | ||
| ii 2323 | (ii 23b) Den Gott Nabû und die Göttin Nanāya ließ ich unter Jubel und Frohlocken darin den Wohnsitz ihrer Herzensfreude einnehmen. Täglich (stellte ich) einen gemästeten, erstklassigen Bullen, einen nicht kastrierten Stier, 16 erstklassige pasillu-Schafe, zusammen (mit allem), das die Götter von Borsippa (als Opfergabe erhalten): Zuteilung von Fisch, Vögel, ušummu-Nager, Ei(er), das Beste aus den Marschlanden, süßes Bier, kurunnu-Wein, „Bergbier“, reinsten Wein, Honig, Butterschmalz, Milch (und) bestes Öl. Für die Tafel des Gottes Nabû und der Göttin Nanāya, meiner Herren, stellte ich (all dies) weit reichlicher als in der Vergangenheit bereit. | |
| ii 2424 | ||
| ii 2525 | ||
| ii 2626 | ||
| ii 2727 | ||
| ii 2828 | ||
| ii 2929 | ||
| ii 3030 | ||
| ii 3131 | ||
| ii 3232 | ||
| ii 3333 | ||
| ii 3434 | ||
| ii 3535 | ||
| ii 3636 | (ii 36) Für jeden Tag setzte ich acht Schafe als ginû-Opfer für den Gott Nergal, die Göttin Laṣ (und) die (anderen) Götter des Emeslam und (der Stadt) Kutha fest. | |
| ii 3737 | ||
| ii 3838 | (ii 38) Die sattukku-Opfer für die großen Götter machte ich reichhaltig und erhöhte die ginû-Opfer über den früheren Umfang der ginû-Opfer hinaus. | |
| ii 3939 | ||
| ii 4040 | (ii 40) Das Ebabbar von Sippar habe ich für den Gott Šamaš und die Göttin Aya, meine Herren, neu erbaut. | |
| ii 4141 | ||
| ii 4242 | (ii 42) Das Ebabbar von Larsa habe ich für den Gott Šamaš und die Göttin Aya, meine Herren, neu erbaut . | |
| ii 4343 | ||
| ii 4444 | (ii 44) Das Ekišnugal von Ur habe ich für den Gott Sîn, der mein Königtum liebt, neu erbaut. | |
| ii 4545 | ||
| ii 4646 | (ii 46) Das E-ibbi-Anum von Dilbat habe ich für den Gott Uraš, meinen Herrn, neu erbaut. | |
| ii 4747 | ||
| ii 4848 | (ii 48) Das Edurgina von Bāṣ habe ich für den Gott Bēl-ṣarbi, meinen Herrn, neu erbaut. | |
| ii 4949 | ||
| ii 5050 | (ii 50) Die originalen Symbole (und) die ursprünglichen Riten der Göttin Ištar von Uruk, der reinen Göttin von Uruk, brachte ich zurück an ihren (ursprünglichen) Platz. Ich brachte ihren (wörtl.: seinen) Schutzgott nach Uruk, nach Eanna die Schutzgöttin des guten Schicksals zurück. Die alten Fundamente von Eanna überprüfte und inspizierte ich und legte dann (die neuen) fest auf die alten Fundamente. | |
| ii 5151 | ||
| ii 5252 | ||
| ii 5353 | ||
| ii 5454 | ||
| ii 5555 | ||
| ii 5656 | ||
| ii 5757 | ||
| ii 5858 | ||
| ii 5959 | ||
| ii 6060 | (ii 60) Nebukadnezzar, erhabener Stadtfürst, Versorger der Kultzentren der Götter – ich selbst bin hinsichtlich Esagil und Ezida ständig präsent, die Heiligtümer der Götter Nabû und Marduk, meiner Herren, suche ich unablässig auf. | |
| Column iii | ||
| iii 1iii 1 | ||
| iii 22 | ||
| iii 33 | ||
| iii 44 | ||
| iii 55 | ||
| iii 66 | ||
| iii 77 | (iii 7) Zu ihren prachtvollen Feste, ihrem großen akītu-Fest, ließ ich jedes Jahr mächtige, erstklassigen Bullen (und) unkastrierte Stiere, gute zuluḫḫû-Schafe, gemästete Schafe, gukkallu-Schafe, ušummu-Nager, Eier, Fisch, Vögel, das Beste der Marschlande, Bierlibation ohne Zahl (und) Wein (als wäre es) Wasser, in Hülle und Fülle vor ihnen vorbeiziehen. | |
| iii 88 | ||
| iii 99 | ||
| iii 1010 | ||
| iii 1111 | ||
| iii 1212 | ||
| iii 1313 | ||
| iii 1414 | ||
| iii 1515 | ||
| iii 1616 | ||
| iii 1717 | ||
| iii 1818 | (iii 18) Das ausgedehnte Volk, das der Gott Marduk, mein Herr, mir anvertraut hatte, ließ ich sich Babylon unterwerfen. Den Tribut des Landes, den Ertrag der Berge (und) die Fülle des Meeres empfing ich in seinem (Babylons) Inneren. Unter seinem ewigen Schutz versammelte ich wohlwollend alle Menschen. Mächtige Getreidehaufen ohne Zahl türmte ich für sie auf. | |
| iii 1919 | ||
| iii 2020 | ||
| iii 2121 | ||
| iii 2222 | ||
| iii 2323 | ||
| iii 2424 | ||
| iii 2525 | ||
| iii 2626 | ||
| iii 2727 | (iii 27) Zu dieser Zeit habe ich einen Palast, einen Wohnsitz meines Königtums, ein Band des ausgedehnten Volkes, einen Wohnsitz des Jubels und der Freude (und einen Ort), wo die Angriffsbereiten sich unterwerfen, in Babylon neu erbaut. | |
| iii 2828 | ||
| iii 2929 | ||
| iii 3030 | ||
| iii 3131 | ||
| iii 3232 | (iii 32) An der ursprünglichen Unterwelt, der Oberfläche (wörtl.: Brust) der weiten Erde, legte ich mit Bitumen und gebrannten Ziegeln fest sein Fundament. Starke Zedern aus dem Libanon, den heiligen Wald, ließ ich als sein Dach herbeibringen. Mit einer starken Mauer aus Bitumen und gebrannten Ziegeln umgab ich ihn. | |
| iii 3333 | ||
| iii 3434 | ||
| iii 3535 | ||
| iii 3636 | ||
| iii 3737 | ||
| iii 3838 | ||
| iii 3939 | ||
| iii 4040 | ||
| iii 4141 | (iii 41) Meine königlichen Erlasse (und) die šuluḫḫu-Riten meiner Herrschaft proklamierte ich in seinem Inneren. Ich erhob die Hände und betete zum Herrn der Herren Zu dem Gott Marduk, dem Barmherzigen, gingen meine Gebete: „O Herr des Landes, Marduk, höre auf die Äußerungen meines Mundes, damit ich gesättigt sei an der Fülle des Hauses, das ich erbaut habe. Möge ich in Babylon, in seinem Inneren, ein hohes Alter erreichen und ein langes Leben genießen. Möge ich darin den schweren Tribut der Könige der (vier) Weltgegenden (und) aller Menschen empfangen. Mögen meine Nachkommen auf ewig darin über die Schwarzköpfigen herrschen.” | |
| iii 4242 | ||
| iii 4343 | ||
| iii 4444 | ||
| iii 4545 | ||
| iii 4646 | ||
| iii 4747 | ||
| iii 4848 | ||
| iii 4949 | ||
| iii 5050 | ||
| iii 5151 | ||
| iii 5252 | ||
| iii 5353 | ||
| iii 5454 | ||
| iii 5555 | ||
| iii 5656 | ||
| iii 5757 | ||
| iii 5858 | ||
| iii 5959 |
1Lists of items given as offerings appear in a handful of other known inscriptions of Nebuchadnezzar II. Those for the god Marduk and the goddess Zarpanītu at Babylon are also recorded in NeKC frgm. 1 1´–10´; WBA iv 23–57; and WBC ii 1´–2*.
2Lists of items given as offerings to the god Nabû and the goddess Nanāya at Borsippa are also recorded in Nbk. 11 (Prism) iii 3´b–14´; WBA vi 51–vii 20; and WBC iv 1–25.
3The presentation of ginû-offerings at Cutha is also recorded in the prologue of Nbk. 11 (Prism) iii 15´–16´.
4This inscription and the slightly-earlier Nbk. 11 (Prism) treat the rebuilding/renovation of the temples throughout Babylonia individually, rather than as a group. Compare, for example, Nbk. 31 (C33) ii 28–38, which have é-babbar-ra É dUTU ša ZIMBIR.KI é-dúr-gi-na É dLUGAL-GIŠ.ÁSAL ša URU.ba-aṣ é-i-bí-da-num É duraš ša dil-bat.KI é-an-na É diš-tar ša UNUG.KI é-babbar-ra É dUTU ša larsa.KI é-kiš-nu-gál É dEN.ZU ša úri.KI e-eš-re-e-ti DINGIR GAL.GAL e-eš-še-eš₁₅ e-pú-uš-ma ú-ša-ak-li-il ši-pí-ir-ši-in “(With regard to) Ebabbar, the temple of the god Šamaš of Sippar, Edurgina, the temple of the god Bēl-ṣarbi of Bāṣ, E-ibbi-Anum, the temple of the god Uraš of Dilbat, Eanna, the temple of the goddess Ištar of Uruk, Ebabbar, the temple of the god Šamaš of Larsa, (and) Ekišnugal, the temple of the god Sîn of Ur, the sanctuaries of the great gods, I built (them) anew and completed their structure(s).” Note that the Ebabbar temple at Larsa is placed later in the list and Edurgina is moved up close to the beginning. It is clear from this passage (ii 40–59) that this inscription was composed later than Nbk. 11 (Prism), since that text does not record work on E-ibbi-Anum at Dilbat and Eanna at Uruk.
5For further information on the Ebabbar temple at Sippar, see the on-page note to Nbk. 11 (Prism) iii 19´–21´.
6The Ebabbar temple at Larsa is discussed in the on-page note to Nbk. 11 (Prism) iii 22´–23´.
7For more details about the temple of the moon-god Sîn at Ur, Ekišnugal, see the on-page note to Nbk. 11 (Prism) iii 24´–25´.
8Although no inscription of Nebuchadnezzar II specifically composed for this temple is known, E-ibbi-Anum, a building which has been positively identified in the archaeological record, is occasionally mentioned in Nebuchadnezzar II’s texts. See Nbk. 31 (C33) ii 28–38; 32 (C36) iii 5–14; C32 ii 33–46; C37 ii 59–71; C38 iii 4–25; NeKA iii´ 4´–5´; WBA xiv 4´–6´; and WBC vii 71–72. Dilbat is a small city southeast of Babylon on the eastern bank of the Euphrates River and the cult center of the god Uraš and the goddess Ninegal. Although little is known about the cultic topography of this small city, it is clear from two first-millennium ziggurat lists and a few Neo-Assyrian and Neo-Babylonian royal inscriptions that Dilbat’s main temple was E-ibbi-Anum and its ziggurat was Egubaʾanki, both were dedicated to the city’s divine patron Uraš. Recent excavations have unearthed the Kassite-Period remains of E-ibbi-Anum; note that the first-millennium temple was located in a different part of Dilbat. For further details, see, for example, George, House Most High p. 102 no. 493; and Almamori and Bartelmus, ZA 111 (2021) pp. 174–190.
9More details about Edurgina can be found in the on-page note to Nbk. 11 (Prism) iii 26´–27´.
10References to Nebuchadnezzar II’s rebuilding of Eanna, the temple of the goddess Ištar at Uruk, are regularly attested in royal inscriptions: Nbk. 31 (C33) ii 28–38; 32 (C36) iii 5–14; C32 ii 33–46; C37 ii 59–71; C38 iii 4–25; B23 lines 7–10; C310 ii 10–34; NeKA iii´ 9´–12´; and WBC viii 1–4. The present inscription appears to be the earliest-known text of Nebuchadnezzar to include reference to Eanna in its prologue. It is clear from ii 56–59 that work on this important temple of Ištar was still in the early phases of construction and that its superstructure had not yet been built. The king’s work on the building can be confirmed from brick inscriptions (B23). Eanna, which is well attested in both the textual and archaeological records, dominated the landscape of Uruk from the Ur III Period (ca. 2112–2004) until the reign of the Persian king Xerxes I (r. 485–465), who destroyed it after putting down a rebellion in southern Babylonia; Ištar’s cult was revived in the Seleucid Period (323–63), but on a much smaller scale. The size of the Eanna temple complex was truly impressive. According to the Standard Babylonian Version of the Poem of Gilgamesh, Eanna occupied nearly thirty percent of the city: “[One šār is] city, [one šār] date-grove, one šār is clay-pit, half a šār the temple of Ištar: [three šār] and a half, Uruk, (its) measurement.” German excavations at Uruk have confirmed that Eanna took up a significant portion of the city (ca. six hectares). For further information, see, for example, George, House Most High pp. 67–68 no. 75; Crüsemann et al., Uruk; and Potts, Uruk. For details about its cult in the Neo-Babylonian Period, see Beaulieu, Pantheon of Uruk.
11à-aš-ra-at “the shrines of”: In some words whose initial root consonant was an aleph, Neo-Babylonian scribes sometimes used an extra vowel sign at the beginning of the word. This feature was used in the Code of Ḫammu-rāpi. In the case of the word ešertu, when it was written as ašrāt(i), the scribes uniformly used the PI sign, instead of the A sign. See, for example, Npl. 7 (C12) lines 5 and 34, Nbk. 21 (C013/C016/C025) i 3, and Nbk. 27 (C41) i 24. Compare also à-ša-ar-ša (“whose emplacement”) in Nbk. 27 ii 6 and à-ar-ka (“long”) in Nbk. 31 (C33) iii 44.
12Lists of items given as offerings during New Year’s festivals are also recorded in Nbk. 11 (Prism) iv 1´–5´.
13in ki-gal-lam re-eš-ti-im in i-ra-at er₄-ṣé-tim ra-pa-áš-tim in ESIR.UD.DU.A ù SIG₄.AL.ÙR.RA ú-ša-ar-ši-id te-me-en-ša, “Using bitumen and baked brick, I secured its foundation on the primordial netherworld, on the surface (lit. “breast”) of the broad netherworld”: Compare Nbk. 18 (C29) i 26–27, which have i-ši-id-sa i-na i-ra-at ki-gal-lim mé-eḫ-ra-<at> me-e ú-ša-ar-ši-id-ma, “I secured its foundation on the surface (lit. “breast”) of the netherworld, at the level of the water table”; and Nbk. 20 (C011) i 1´–3´, which have [i]-⸢na ki-gal-lu re-eš⸣-[ti-im mé-eḫ-ra-at me-e i]-⸢na⸣ i-⸢ra⸣-at er-ṣé-tim ⸢ra-pa-áš-tim⸣ [te]-⸢me⸣-en-ša ú-ša-ar-ši-id-⸢ma⸣, “I secured its [fou]ndation [o]n the primor[dial] netherworld, [at the level of the water table, o]n the surface (lit. “breast”) of the broad netherworld.”
14BÀD da-núm in ESIR.UD.DU.A ù SIG₄.AL.ÙR.RA ú-ša-às-ḫi-ir-šu, “I surrounded (it) with a fortified wall using bitumen and baked brick”: This passage is also attested in Nbk. 11 (Prism) v 5´–6´. Compare Nbk. 18 (C29) ii 13–17, which have GIŠ.IG.GIŠ.IG e-re-nim ⸢ṣi⸣-[ra-a-ti] ZABAR ú-ḫa-al-[li-ip-ma] e-ma KÁ.KÁ kà-la-ši-na e-⸢er⸣-[te-et-ti] KUN₄.KUN₄ ù NU.KÚŠ.⸢Ù⸣.[NU.KÚŠ.Ù] ša ka-às-pa ù e-ra-a ⸢ap⸣-[ti-iq] “I plated i[mmense] doors of cedar with bronze and fi[xed] (them) wherever there were gates, (in) all of them. I ca[st] silver and copper threshold(s) and nukuššû-fitting[s].”
Created by Frauke Weiershäuser and Jamie Novotny, 2015-24, for the Munich Open-access Cuneiform Corpus Initiative (MOCCI), a corpus-building initiative funded by LMU Munich, the Henkel Foundation, and the Alexander von Humboldt Foundation (through the establishment of the Alexander von Humboldt Chair for Ancient History of the Near and Middle East), and and based at the Historisches Seminar - Abteilung Alte Geschichte of Ludwig-Maximilians-Universität München. The annotated edition is released under the Creative Commons Attribution Share-Alike license 3.0. Please cite this page as http://oracc.org/ribo/Q005490/.